STILLEN FAQ – Eure Fragen, meine Antworten

Wie oft stillst du noch?

Ich habe in den Weihnachtsferien 2017 aufgehört nachts zu stillen (also mit genau 3 Jahren). Aber auch tagsüber stillen wir seit gut 4 Wochen nicht mehr. Beide Male hat mich vor meiner Entscheidung das Dauerstillen während einer Krankheit stark belastet. Wir stillen somit nur noch zum Aufwachen und Einschlafen (außer natürlich bei Krankheit).

Wie lange hast du noch vor zu stillen?

Unsere Abmachung derweil fühlt sich gut an. Ich kann das Stillen wieder richtig genießen und kann mir vorstellen, dass wir das noch eine ganze Weile so laufen lassen. Ich bin gespannt, wer von uns beiden dann wirklich diejenige ist, die das Stillen für immer beenden wird.

Wirst du außerhalb von Insta angefeindet wegen des Stillens?

Tatsächlich gab es in den ganzen 3,5 Jahren nur 2 Situationen, in denen mir von älteren Damen offen Unverständnis entgegen gebracht wurde: „da kommt doch nur noch Wasser“ und „das schadet eurer Beziehung“.  (Nein und Nein übrigens). Als Anfeindungen würde ich das aber nicht betiteln, es war schon ok, ich hab schnell drüber lachen können – und habe mit beiden Frauen auch weiterhin noch Kontakt. Auf Insta, so schön anonym, hated es sich natürlich leichter.

Wie machst du das mit Stillen und Arbeiten?

Gar nicht. Also ich meine, ich habe nichts ändern müssen. Und damals, als sie anfing in den Kiga zu gehen (das kam nämlich zuerst) und wir regelmäßig über Std getrennt wurden, hat sie echt noch viiiiiiel gestillt. Vielleicht lag es daran, dass sie fast zwei war. Mein Busen hatte jedenfalls zu keinem Zeitpunkt ein Problem damit. Und sie auch nicht. War ich da konnte sie stillen und wenn nicht, dann eben nicht.

Was antwortest du auf die Frage wieso du noch stillst?

Meistens: „Wieso nicht? Das natürliche Abstillalter liegt zwischen 2 und 7 Jahren, das weiß nur keiner. Und so lange es uns damit gut geht, stillen wir.“

Wolltest du LSZ?

Überhaupt nicht! Sogar als ich schon schwanger war, war ich der festen Überzeugung längstens ein Jahr zu stillen. Ein Kind das sprechen kann und sich am Ende noch selbst bedient, ging für mich garrrrr nicht. Tjaja. Dumm und unwissend.

Hattest du mal einen Durchhänger und keine Lust mehr zu stillen?

Hm. Am schwierigsten war für mich das Stillen nachts und deswegen nicht (richtig und so liegend wie ich es will) schlafen zu können. Da gab es dann vor allem im 2. Lebensjahr genug Nächte in denen ich es verflucht habe. Dennoch nie in dem Ausmaß, dass das Abstillen eine Option dargestellt hätte. Als es mir endgültig gereicht hat, habe ich ja letztlich auch Konsequenzen gezogen. Wann dieser Moment erreicht ist, kann aber nur jede Mama für sich selbst entscheiden. Meine Schmerzgrenze lag da, vor allem mit nur einem Kind und nicht arbeiten müssen, sehr hoch. Ich würde allerdings immer empfehlen, erst vereinzelte Routinen zu verändern anstatt in einer Hauruck Aktion ganz abzustillen. Vlt reicht es dir ja auch, erstmal nur nachts aufzuhören oder nur am Tag? Komplett auf null kann man dann immer noch gehen. Ein langsames, achtsames Ende ist auch fürs Kind leichter.

Stilltipps?

Lass dich nicht von Stillmythen verunsichern. Frag andere Stillmamis oder Stillberaterinnen, falls du dich doch wegen etwas sorgst – keine Ärzte und Schwiegermütter (das ist ein KLISCHEE – natürlich gibt es beides auch in super! Meine Schwiemu zb.)

Mach dir das Stillen schön! Kuscheln, Essen und Trinken herrichten (vor allem am Anfang!) und dann lesen oder auch am Handy spielen nebenbei sind erlaubt!! Natürlich schauen wir auch alle stundenlang unsere Kinder verliebt an – aber come on, keine 4 Std pro Tag über drei Jahre hinweg.

Versteckt dich nicht!! Das was du tust ist wundervoll. Du darfst stolz auf dich sein!

Vertrau deinem Körper! Er weiß was zu tun ist. Du KANNST stillen.

(Bevor geschrien wird: es gibt natürlich (wenige) Frauen, die tatsächlich nicht stillen KÖNNEN. Euch schicke ich von Herzen eine Umarmung! Hier geht es niemals darum euch ein schlechtes Gefühl zu vermitteln, sondern ausschließlich darum verunsicherte Jungmamas zu stärken. Die allermeisten „nicht stillen können“ kommen leider aus schlechter Beratung, falscher Information, zu wenig Ruhe und – eben zu wenig Vertrauen in den weiblichen Körper!)