Piepmadame Nr.2?!

(Oder Piepmonsieur? 😅)

Disclaimer: Dieser Text ist sehr persönlich und spiegelt ausschließlich mein Empfinden wider. Es geht mir weder darum, euch eure Entscheidungen abzunehmen noch sie in Frage zu stellen. Wann ein Paar ein Kind bekommt und wie viele und mit welchem Abstand ist und bleibt allein seine Entscheidung. Wir alle haben ganz unterschiedliche Beweggründe für unser jeweiliges Modell. Ich beantworte im Folgenden also nur eure Frage danach, OB und WANN wir ein weiteres Baby bekommen wollen.

Ein zweites Baby

Ich war vor einiger Zeit beim meiner Frauenärztin kontrollieren lassen, ob meine (Gold)Spirale eh noch da ist, wo sie hingehört – denn jetzt ein Kind zu bekommen, wäre …nun ja… tatsächlich ziiiiiemlich an letzter Stelle meiner Wunschliste. 🙈

Wir wollen noch mindestens ein Baby, ja! (Top 5 der meistgestellten Fragen 😅)

Aber eben nicht jetzt. Sondern erst wenn unsere Tochter 5 Jahre alt ist (+/- 1 Jahr) 👨‍👩‍👧‍👧 (Das unser Wunsch dann nicht unbedingt sofort nach der Uhr, im Lieblingsmonat oder am besten noch -Tag erfüllt werden kann, ist uns natürlich bewusst. Aber bestimmen, wann wir kein weiteres Baby bekommen wollen, können wir sehr wohl.)

Warum?! Unsere Gründe….

Hauptsächlich, weil wir den Ansatz verfolgen, dass sie erst ab ca. 4 Jahren in der Lage sein wird, auch nur irgendwie zu verstehen was da passiert. (Es ist ja schon für mich als Erwachsene unvorstellbar, was da vor sich geht – wie kann ich dann von meinem Kind Verständnis erwarten…) Wir möchten als Familie wachsen und ihr nicht ein Geschwisterchen „vor die Nase setzen“ Ja! Als so drastisch würden wir es empfinden. Davor ist es in unseren Augen doch eher aufgezwungenes Glück. Weil ich mich und meine Entscheidungen ganz prinzipiell gern unter die Lupe nehme und hinterfrage, habe ich zu diesem Thema einiges gelesen von unter anderem Jirina Prekop („Erstgeborene“). Letztlich kann ich sagen, dass mein Gefühl lieber länger warten zu wollen in diesen Texten untermauert wurde.

Zusätzlich, so hoffen wir, ist es dann „leichter“ (wenn man sowas in Bezug auf Kinder überhaupt sagen kann 😅), weil Kinder ab +/- 4 (endlich 🙏🏼) über Empathieverständnis verfügen und sie somit besser mit diesen „du musst jetzt mal kurz warten“ Situationen umgehen können – weil sie begreifen, dass das Baby Hunger haben kann, auch wenn sie selbst gerade satt sind (und eben nicht mehr: was ich fühle, fühlen auch alle anderen). Dass meine Große sich dann alleine anziehen, alleine essen, alleine aufs Klo gehen kann etc. muss ich bestimmt nicht extra erwähnen. Auch dass sie dann schon länger im Kiga bleiben könnte, entspannt mich. Sollte ich wieder ein 24 Std Baby kriegen, kann sie auch mal vom Papa abgeholt werden, weil ich eben nicht um Punkt 14 Uhr in der Krippe sein muss. Oder sie geht mit ner Freundin mit – und zwar, weil sie es von selbst will und nicht weil es sein muss.

Ich möchte auch Kind 2 so viel Einzelaufmerksamkeit geben, wie nur möglich, damit es nicht von Anfang an schon so viel „muss“, nur weil es eben Nr 2 ist. 🤷🏻‍♀️ Dass sie dann nicht mehr „gemeinsam aufwachsen“ ist für uns überhaupt das lustigste Argument gegen unsere Entscheidung – die Piepmadame wird ja nicht mit 6 Jahren ausziehen 😂.

Uuuuund genießen, dass es gerade anfängt cool zu sein, dass alles läuft, dass jeder in seine Rolle gefunden hat, ich nicht mehr 24/7 um sie sein muss , usw. – das möchten wir auch!

Um dann frisch u erholt ins nächste Babyprojekt zu starten ✌🏼💝

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How to get the Gemüse into the Kid – Rote Rüben Kuchen

Meine Tocher isst kein Gemüse. Manchmal Gurke, sehr selten Karotten (und dann auch nur 2cm) und noch weniger Kartoffeln. Und das liegt bestimmt nicht daran, dass wir es ihr nicht vorleben. Mein Mann und ich lieben Gemüse… Nun ja.

Ist klar, dass bei uns niemand gezwungen wird – aber getrickst werden darf schon 😉

Hier einer meiner kleinen Tricks:

Der Rote Rüben Schokokuchen mit ohne (Industrie)Zucker

hr braucht:

  • 200-250g rote Rüben (rote Beete – die vorgekochten, eingeschweißten, ich persönlich sag: lieber weniger als mehr…)
  • 200g Mehl
  • 200g Öl
  • 1/2 Pckg. Backpulver
  • 50g Kakaopulver
  • 100g Birkenzucker (normaler Zucker/ Rohrzucker ist auch möglich – Verhältnis 1:1)
  • 3 Eier

Ofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.

Zuerst die roten Rüben pürieren – spritzt und färbt 🙈. Deswegen habe ich den Teig mit dem Thermomix zubereitet (auch wenn das kein Thermomix Rezept ist). Danach Öl und Eier dazu, mehrere Minuten zu einer homogenen Masse verrühren. Ich mache keine Wissenschaft draus mit verschiedenen Schüsseln… deswegen jetzt einfach obendrauf: Mehl, Kakao und Zucker und wieder verrühren.

Teig in eine ausgefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kuchenform geben – Achtung: Menge ist weniger als die Standard Springkuchenform… ich habe eine kleine Auflaufform benutzt – und 50-55min backen.

Jetzt bin ich ehrlich: warm hat er mir überhaupt nicht geschmeckt 😆 viel zu rübig. Gebt dem Kuchen eine Chance und lasst ihn komplett (am besten über Nacht) auskühlen, denn DANN schmeckt er auch.

(Inspiriert durch Die kleine Botin)

Nachts abstillen?! Unsere Geschichte

Heute schreibe ich einen Text, von dem ich selber nie geglaubt habe, dass ich ihn jemals schreiben werde.

Ich habe nachts abgestillt.

„Bam! Wie das?! Hat sie nicht monatelang, JAHRElang propagiert, dass sie ganz allein ihre Tochter entscheiden lassen will, wann sie nicht mehr stillt!?“

Moment – habe ich das wirklich?

Eigentlich habe ich immer nur gesagt, ich stille solange es uns beiden gut geht und „aus heutiger Sicht kann ich mir vorstellen, dass komplett sie entscheidet wann Schluss ist“.

Denn auch beim Stillen gilt, wie immer bei bedürfnisorientierter Elternschaft: es geht um die Bedürfnisse ALLER Familienmitglieder. Es muss allen gut gehen.

Und so kam der Winter und die Krankheiten. Meine Tochter war mittlerweile drei Jahre alt geworden und wir schlitterten von einer schlimmen Krankheit in die nächste. Und was tun Stillkinder (vermehrt), wenn sie krank sind: stillen. Die ersten zwei Dezemberwochen, geprägt durch eine langwierige Mittelohrentzündung, habe ich wieder VOLL gestillt. Eine Dreijährige!

Das Stillen war so anstrengend wie lange nicht mehr… empfunden habe ich es sogar als so anstrengend wie noch NIE.

Das Kind wurde gesund. Das Stillen weniger. Aber für mich immer noch zu viel.

Ich wurde zunehmens genervter. SO wollte ich nie stillen. Es war nicht mehr schön. Zusätzlich schwebte „die erste Nacht ohne einander“ (im Februar) bedrohlich über uns. Es wäre ja für den Papa sicherlich deutlich leichter, wenn sie dran gewöhnt wäre, nachts ohne Brust wieder einzuschlafen… Was also tun?

Ich suchte das Gespräch mit meiner Tochter.

Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht mehr so oft stillen will. Dass ich Pausen brauche. Dass mir der Busen weh tut, wenn sie so viel und lange nuckelt. Und so haben wir gemeinsam beschlossen: wenn die Mama schläft, dann schläft der Busen auch. Einschlafstillen und „nachstillen“ solange ich selber noch nicht im Bett bin, haben wir beibehalten. Das war am 28.12.

Und ich hatte große Sorgen durchzuhalten! Letztlich war (und ist!) das Stillen nachts so viel schneller „erledigt“ als das Kind anderweitig zum Schlafen zu bringen, dass ich mir nicht sicher war, ob ich es schaffe…

Die erste Nacht

Sie wollte tatsächlich, plötzlich und unerwartet nur einmal stillen! NUR EINMAL! Und als es die Brust dann nicht gab, hat sie noch nicht mal geweint. WOW. Natürlich war sie länger wach, wusste nicht wie sie liegen soll, ob Wasser trinken eine Idee wäre, sie hat sich durchs Bett gewühlt… Und obwohl sich das Ganze wie eine halbe Ewigkeit angefühlt hat, habe ich durchgehalten. Ich sag’s euch: Zu stillen und sofort Ruhe zu haben war enorm verlockend!! Das erste Mal gestillt habe ich allerdings tatsächlich erst um 7.00 Uhr in der Früh als unsere Nacht vorbei war.

Die zweite Nacht war ähnlich gut, sie war nur einmal wach, hat diesmal kurz geweint, ist aber dafür auch schneller eingeschlafen – TOP.

SO LEICHT sollte es sein?

Hab ich den richtigen Moment erwischt?

Glück?

Eine enorm verständnisvolle Tochter?

Oder einfach die richtige Innere Überzeugung?

Doch dann kam die dritte Nacht. Sie war sehr kurz und sehr hart. Meine Tochter war mindestens 1,5h laut motzend, jammernd und weinend wach. Der Mann und ich auch. Ich bin gedanklich geschwankt zwischen „stillen damit endlich Ruhe ist“ und „ich stille NIE WIEDER“. Ihr kennt das, nachts ist man nicht man selbst. Um 6 konnte dann – trotz stillen – niemand mehr schlafen…

Dennoch: Ich blieb und bleibe dran. Wir reden weiterhin jeden Tag mehrmals darüber, wie die Nacht ablaufen wird („Mama ich schaff das schon!“). Umstellungen, Umgewöhnungen dauern schließlich bis zu drei Wochen. Unsere Nächte sehen weiterhin annähernd gleich „gut“ (?!) aus, wir haben uns eingegrooved… Sie wird um die dreimal wach, bissi wühlen, bissi motzen – aber alles zu ertragen. Wobei ich sehr hoffe, dass die nächtliche Beruhigungsarbeit dann wegfällt, wenn wir uns dran gewöhnt haben…

Denn ja, ich stille nicht mehr, aber besser schlafen tue ich dadurch noch lange nicht!

(Am 4. Januar wurde sie erneut krank. Das Fieber war nachts so hoch, dass ich ihr das Stillen nicht verweigern konnte/wollte. Wir machten also eine Pause von der Pause. Ich merkte recht schnell, dass das Stillen nachts wirklich keine Option mehr für mich war und ich war froh, als sie wieder fieberfrei war und wir „von vorn“ starten konnten mit unserer Entwöhnung.)

#gegenGewaltanKindern

Jetzt schreibe ich also über Gewalt an Kindern…

Ich dachte irgendwie, dass muss ich nicht 🤷🏻‍♀️ Ich dachte, wir Eltern sind uns alle einig, dass man Kinder nicht anfassen darf – egal ob wir erziehen oder nicht. Ich dachte wirklich, wir „alle“ schlagen nicht mehr. Unsere Generation tut doch sowas nicht?! Oder zumindest dachte ich, dass das wenn, nur in bildungsfernen Randschichten der Fall wäre…

Ich predige wie verletztend Worte allein sein können und dachte tatsächlich nie daran, dass Kinder noch „Klappse“ über sich ergehen lassen müssen. ICH DACHTE, SO DUMME MENSCHEN GIBT ES NICHT MEHR!! #naiv #weltfremd #derglaubeandasgute 😰

Es ist egal wie „sanft“ ihr haut ❗️

Es ist egal, ob eine Windel über dem Po ist❗️

Es ist egal, dass es „nicht wirklich weh getan haben kann“❗️

Es ist egal, ob ihr damit vor schlimmerem schützen wolltet❗️

Es ist egal, ob das Kind zuerst gehauen hat❗️

Es ist egal wie es euch geht und wie anstrengend der Tag, die Woche, euer Leben ist ❗️

Esist egal, ob das Kind frech war oder „euch provoziert hat“❗️

und es ist VERDAMMT NOCHMAL EGAL, OB ES EUCH AUCH NICHT GESCHADET HAT!!!!!‼️😡

Denn allein die Tatsache, dass ihr diese Meinung vertretet und daran nichts schlimmes seht, zeigt mehr als deutlich wie sehr es euch eben doch geschadet hat…

Die Hand gegenüber euren Kindern zu erheben, die euch lieben, vergöttern und VERTRAUEN ist das traurigste, schlimmste und verachtendwerteste was ihr tun könnt.

Ihr brecht Seelen. Ihr fügt Wunden zu, die niemals ganz heilen werden.

Es gibt keine milde Gewalt, es gibt kein sanftes Hauen – und es gibt keine Rechtfertigung.

NIEMALS. 🙅🏻

#gegengewaltankindern

Gewalt bleibt Gewalt

(TRIGGER WARNUNG GEWALT GEGEN FRAUEN UND KINDER)

Auf offener Straße brüllen zwei Erwachsene sich so laut an, dass man nicht nicht hinhören kann. Der Mann schreit die Frau an, die Frau kreischt zurück. Da dreht die Frau sich plötzlich um und will in die entgegengesetzte Richtung laufen, weg von dem Mann.

Bevor sie das jedoch schafft, packt der Mann sie, vielleicht etwas zu fest, am Arm und zieht sie, vielleicht etwas zu brutal, hinter sich her.

Die Frau schreit noch lauter und versucht sich zu befreien. Aber der Mann ist stärker und zischt irgendetwas wie „warte ab bis wir zuhause sind“. Er ignoriert die Frau jetzt vollends, lässt sie aber nicht los, sondern zieht sie die Straße weiter hinter sich her. Auch wenn die Frau stolpert, achtet er nicht auf sie.

Mittlerweile hat die Frau aufgehört zu schreien und weint nur noch leise schluchzend, den Blick beschämt zu Boden gerichtet…

Krasse Szene?!

Mulmiges Gefühl?!

Gedanken, dass man bei sowas doch die Polizei rufen müsste?!

Aber der Mann hatte vielleicht nur nen stressigen Tag! Hatte bestimmt Stress in der Arbeit. Fühlt sich krank. Hat mit seinem Kumpel gestritten. Oder der Schwiegermutter.

Oder sogar alles zusammen!! Sowas kann doch mal passieren! Verurteilen wir ihn nicht sofort.

Seine Frau ist bestimmt nicht nachtragend und ganz eigentlich führen die beiden eine glückliche Ehe!!

(…)

Ersetze „Frau“ durch „Kind“ und „Mann“ durch „Mutter/ Vater“ und schon ist die Szene plus die angehängte Argumentation, dass doch alles nicht so schlimm und jedenfalls nicht verurteilenswert wäre, für (zu) viele (leider zu) normal. 💔

Hören wir endlich auf, übergriffiges, gewaltvolles Verhalten gegenüber Kindern zu bagatellisieren! 🙏🏼

Pink gegen Blau

André Stern erzählt in seinen Vorträgen gern, dass er sich als Kind wie folgt vorgestellt hat: „Ich heiße André , bin 4 Jahre alt – und bin ein Bub.“ Warum er das so betonte? Weil André lange Haare trug und den Erwachsenen den „Schock“ „zu spät“ zu erkennen, dass da doch kein Mädchen vor ihnen steht ersparen wollte.

Denn so ticken wir:

Lange Haare: Mädchen – kurze Haare: Junge.

Kleider: Mädchen – Hosen: Junge.

Puppen: Mädchen – Autos: Junge.

Pink gegen Blau.

Ich möchte hier nicht darüber debattieren, dass es SEHR WOHL UNTERSCHIEDE zwischen den Geschlechtern gibt. Naturgegebene Unterschiede. Dennoch müssen wir darauf achten (mal wieder, immer wieder) WIE wir mit unseren Kindern umgehen, WIE wir ihnen entgegentreten. Denn es passiert noch immer viel zu häufig, dass Mädchen automatisch als „lieb, brav und pflegeleicht“ wahrgenommen werden und Jungs sind automatisch „wilde Rabauken“.

AUTOMATISCH.

Wir sehen nicht den MENSCHEN dahinter. Wir kategorisieren, wir stecken in Schubladen, wir schreiben bestimmtes Verhalten zu. Und der kleine Mensch hat schon fast keine Möglichkeit mehr uns nicht zu enttäuschen.

Ein wildes Mädchen? Ein zarter Junge? Uiuiui. Und viel zu schnell sind auch ganz furchtbar ekelhafte Dinge gesagt wie: Der wird bestimmt schwul! (So viel Dummheit in einem leicht dahin gesagtem Satz!!)

Geschlechtsneutral zu erziehen halte ich für eine Utopie. Männer und Frauen, Mädchen und Jungs SIND anders.

Aber eben NUR das. Wertfrei!!

Denn Mädchen mit Absicht Pink zu verbieten und Jungs lieber zum tanzen als zum Fußball zu schicken halte ich für genauso falsch.

Machen wir es doch einfach wie unsere wundervollen Kinder. SEHEN wir den MENSCHEN. Seien wir UNVOREINGENOMMEN. Bieten wir unseren Kindern ein buntes Potpourri an Möglichkeiten – und lassen wir dann das KIND entscheiden, was es möchte, wo seine Vorlieben sind, WER es SEIN WILL.

Und egal für was es sich entscheidet:

Es ist gut so, wie es ist. ❤️

#waswürdewiebketun – Der Wutanfall

Der Klassiker wäre wohl die Supermarkt Kasse. Bei uns passierte es immer in der vollen Straßenbahn…🤷🏻‍♀️🙈 …

Was würde Wiebke tun?… Nun ja. Eigentlich wird das kein wirkliches „Was würde Wiebke tun“, denn Wiebke tut nix. Im wahrsten Sinne des Worte. Ich setze mich dazu auf den Boden, bewahre sie davor sich zu verletzen – und warte.

UND DAS IST DAS SCHWIERIGSTE ÜBERHAUPT!!!!!

Nicht, dass das nicht eh schon DIE Herausforderungen schlechthin wären, diese Wutanfälle. Wenn drölfzig Augenpaare auf dich gerichtet sind, alle tuscheln und nur Sätze wie „die hat ihr Kind nicht im Griff“/ „früher hat es das nicht gegeben“/ „die muss härter durchgreifen“ zu dir durchdringen, dann ist das Aushalten, das einfache Aushalten, ein Mega Kraftakt.

Aber jetzt stark zu bleiben ist entscheidend! Wahrt die Integrität eures Kindes in dem ihr auch -oder gerade- vor allen anderen, die Mama seid, die es so dringend braucht. Und danach habt ihr euch das größte Stück Kuchen verdient!

PS: …ein Lächeln für die Mami die am Boden kauert neben ihrem wütenden Kind, kann Wunder wirken 💕

Niemals nicht perfekt

Wir bekommen ein Kind. Wir sehen es das erste mal und sind schockverliebt. ❤️ In unserem Arm liegt das schönste Geschöpf der Welt. Wir denken, fühlen, sagen: Du bist perfekt! Du bist ein Wunder!

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Aber dann wird unser Wunder größer. Es bekommt einen eigenen Willen, es kooperiert – oder plötzlich auch nicht mehr. Es möchte Sachen tun, die wir nicht so toll finden. Es ist laut, wild, schüchtern, grob, unsicher, ängstlich, … alles – nur nicht BRAV 😱

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Und genau an diesem Punkt (der zu unterschiedlichsten Zeiten erreicht sein kann: bei manchen noch an Tag 1, andere lassen ihr Kind „sein“ bis zum ersten Geburtstag, wieder andere beginnen in der Autonomiephase zu zweifeln…) entscheiden sich noch immer zu viele Eltern FALSCH!! Sie haben vergessen, was sie gedacht, gefühlt, gesagt haben. Sie meinem erziehen, formen, anpassen zu müssen, damit aus dem Kind auch ja „was anständiges“ wird ☝🏼…Dabei ist es doch noch immer das selbe Kind wie damals! 😪

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Dein WUNDER. ❤️

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Erspüre, erinnere dich an und vertraue auf dieses erste Gefühl, dass du hattest als du dein Baby das erste mal im Arm gehalten hast!!! Und dann vertraue deinem Kind.

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Es war perfekt, es ist perfekt, es wird perfekt sein.

Friendly Reminder – Die innere Stimme

Je öfter ein Kind hört, es sei zu klein, zu unwissend, zu schwach, je häufiger ihm gesagt wird, sein Verhalten sei nicht ok, es sei nicht ok, je mehr es danach handeln soll, was wir für richtig halten, je öfter es fühlen muss, es sei einfach nicht gut genug so wie es ist – desto mehr wird das Gesagte zu seiner absoluten Wirklichkeit. 😓

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So eine Kindheit ist verdammt lang…. Wir haben viele Jahre, um unseren Kindern das falsche zu sagen.

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Und auch wenn unsere Kinder dann eines Tages groß sein werden, bleiben sie innen drin klein, unwissend und schwach. Sie werden an ihrem Verhalten und sich selbst zweifeln und ihr Tun danach ausrichten, was andere davon halten. 😓

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Hören wir JETZT auf damit unseren Kinder einzureden sie seinen NOCH NICHT FERTIG, gut oder richtig so wie sie sind, dass erst wir sie zu etwas machen müssen, damit sie dann irgendwann, wenn wir es erlauben, sein können –

und sagen ihnen ab sofort nur noch:

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DU BIST WUNDERVOLL SO WIE DU BIST. Jeden Tag. Ohne wenn und aber und egal was du tust. 🙏🏼❤️

#waswürdewiebketun – Die Weihnachtslüge

Oder:

Wie kann das Christkind kommen, obwohl es nicht kommt? Wie kann man Weihnachten feiern ohne zu lügen? Hier UNSER Weg.

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Es ist eigentlich nur eine kleine, feine, simple und doch so gravierende Unterscheidung, die wir in unserer Familie treffen: Wer ist der Initiators des Gedanken, dass das Christkind kommt (und wie es kommt)? ICH oder MEIN KIND?

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Mein Input besteht aus der „echten“ Weihnachtsgeschichte. Ich erzähle ihr von Maria, Josef und dem Christuskind. Ich erzähle keine (für mich) Lügen darüber, dass das Christkind den Baum schmückt und die Geschenke bringt. In unserer Familie kaufen wir gemeinsam den Baum und schmücken ihn gemeinsam. Bestaunen gemeinsam die verpackten Geschenke unter dem Baum. Backen gemeinsam. Singen Weihnachtslieder gemeinsam….

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So lebt in der heimeligen Gemeinsamkeit der Weihnachtszauber bei uns. Meine Tochter hört meine Geschichten, lauscht Weihnachtsliedern, begegnet anderen Menschen mit eigenen Erzählungen – und so braucht sie nicht mehr, um sich in ihrem kleinen Kopf ganz von allein auszumalen wer oder was das Christkind ist. (Ganz wichtig für sie ist, dass es fliegen kann und dass es jedenfalls nicht wie ein Baby aussieht!)

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Und diese ihre eigene Fantasie, ihre eigene Vorstellung NEHME ich AN. Ich gehe auf sie ein und „spiele mit“. So besteht sie zB darauf, dass das Jesusbaby und das Christ(us)kind nicht die selbe Person ist. Das ist ok und richtig – meine Aufgabe sehe ich nicht darin mir ihr so lange zu diskutieren bis sie MEINE Ansicht teilt. Das ist es nämlich nie. Sie ist sie. Sie hat ihre eigenen Gedanken. Sie hat niemals das Gleiche gut zu finden wie ich. Sie kann, wenn sie will, aber sie muss nichts. Niemals. Auch nicht zu Weihnachten!

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Ein triviales Beispiel zur Verdeutlichung: Wenn sie zu mir kommt und mir erzählt ihr Baby würde weinen, dann spiele ich mit. Ich sage NICHT zu ihr: „Quatsch, das ist kein Baby, das ist nur eine Puppe und die kann nicht weinen!“ TROTZDEM gehe ich mit ihr im Spielzeuggeschäft eine PUPPE kaufen – und kein Baby.

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ICH bin zu ihr immer ehrlich – ohne zerstörerisch zu sein. Ich unterstütze sie in allem: auch in ihrem Glauben. Und WAS sie glaubt, das bestimmt bei uns SIE allein. Denn mein Anspruch an mich ist es, ein FREIES Kind zu haben. Das bedeutet eben auch, dass ich ihr keine Vorgaben in ihrer Fantasie mache. Ich persönlich finde es anmaßend, davon auszugehen, dass das was ICH als (Weihnachts/ oder jeden anderen) Zauber betrachte gleich auch ihrer sein muss.

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Wir leben Weihnachten gemeinsam. Bei uns bringt sich jeder ein. Jeder darf seine Geschichten erzählen. Jeder wird gehört, keiner wird belächelt. Und so werden wir über die Jahre unsere eigene Weihnachtsgeschichte schreiben. Eine, die sich von der Masse, aber auch von deiner unterscheidet. Weil jeder Mensch eine eigene Vorstellung vom Christkind hat/ haben soll. Und mein kleiner Mensch bestimmt genau deswegen selbst woran er glauben möchte.